Literarischer Wettbewerb 2026

Der kulinarisch-literarische Wettbewerb der Gastronomischen Akademie Deutschlands (GAD) ist seit Jahrzehnten ein fester Höhepunkt im Jahreskalender der Akademie. In diesem Jahr fand er zum 60. Mal statt. Bei der Preisverleihung im MELIÁ Frankfurt City zeichnete die GAD-Jury 13 Bücher mit einer Goldmedaille und 47 Bücher mit einer Silbermedaille aus. Dazu kam die höchste Auszeichnung der GAD, an Christian Bau, die „Goldene Feder“. In der Geschichte des Wettbewerbs wurde sie erst zum 24. Mal vergeben.

Insgesamt 30 europäische Verlage und Verlagsgruppen hatten 95 Genussbücher eingereicht. Sie widmen sich den Themen Essen, Trinken, Genießen und Tafelkultur. „Seit 1960 ist die GAD stolz darauf, dass unser Wettbewerb über so viele Jahrzehnte hinweg von Verlagen und Autorinnen und Autoren hohe Anerkennung und Wertschätzung erfährt“, sagte der geschäftsführende Vorstand Hans G. Platz in seiner Moderation.

Ein wesentlicher Grund für dieses Vertrauen sei die Expertise der rund 60-köpfigen Jury, betonte Platz. Jedes Buch werde nach einem bewährten Verfahren von mindestens fünf Jurymitgliedern bewertet. Damit unterscheide sich der GAD-Wettbewerb deutlich von anderen Auszeichnungen. Seit 1960 leiste die GAD so einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung im kulinarischen Buchbereich. Zugleich biete sie Buchhandel und Leserschaft eine verlässliche Orientierung bei der Auswahl von Genuss- und Fachbüchern.

Bruni Thiemeyer, Programmverantwortliche für MATTHAES bei DK, erinnerte in ihrem launigen Grußwort zum Jubiläum an ihre Teilnahme an fast dreißig Preisverleihungen. Sie würdigte die Bedeutung des Wettbewerbs für die kulinarische Buchbranche und hob dessen besondere Kontinuität hervor.

„Paris–Tokio“ erhält die „Goldene Feder“

Die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs ging in diesem Jahr an den Drei-Sterne-Koch Christian Bau für sein Werk „Paris–Tokio“. Die Jury würdigte darin die Verbindung französischer Haute Cuisine mit japanischer Kochtradition, die sich „in höchster Präzision, handwerklicher Exzellenz und konzeptioneller Klarheit“ widerspiegele.

In seiner Laudatio zitierte Dr. Christoph Wirtz, Autor und Kolumnist, Christian Bau zu dessen Beweggrund für das Buch: „Mein Beruf als Koch hat mir, nach einem nicht ganz leichten Start ins Leben, Möglichkeiten eröffnet, von denen ich nicht zu träumen wagte. Ich durfte die Welt bereisen, faszinierende Menschen kennenlernen, einzigartige Erfahrungen sammeln. Das erfüllt mich mit Dankbarkeit – und dem Gefühl, etwas zurückgeben zu wollen. ‚Paris–Tokio‘ ist daher weit mehr als eine Sammlung von Rezepten. Es bildet das Fundament meiner Arbeit und meiner kulinarischen Philosophie ab. Es ist die konsequente Offenlegung all dessen, was ich über Jahrzehnte gelernt, verstanden und weiterentwickelt habe. Ohne Geheimnisse, ohne etwas zurückzuhalten.“

GAD-Vizepräsident Sebastian Frh. von Kloch-Kornitz und Hans G. Platz überreichten Christian Bau die „Goldene Feder“. Im Namen der GAD gratulierten sie ihm sowie allen, die an den ausgezeichneten Büchern mitgewirkt haben. Mehr als 100 Gäste nahmen an der Preisverleihung teil. Beim anschließenden „vin d’honneur“ klang die Veranstaltung in entspannter Atmosphäre aus. Die Gespräche drehten sich unter anderem um neue kulinarische Buchprojekte – und natürlich um die ausgezeichneten Werke, die an diesem Tag im Mittelpunkt standen.

Übersicht aller prämierten Bücher

Die in diesem Jahr prämierten Bücher finden Sie in unserem Bücher-Archiv über folgenden Button:

Ergebnisse des Wettbewerbs 2026

Downloads

Alle prämierten Bücher wurden in einer Sonderpublikation der GAD während der Preisverleihung präsentiert. Hier können Sie diese Publikation im PDF-Format runterladen:

Dokumente für die Presse zur Veröffentlichung freigegeben:


(aktualisiert: 11.10.2026 / 22:00)

Impressionen


(Fotos: © GAD / A. Ganshorn)

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